17. Dezember 2017

Warum es nicht immer gleich WordPress sein muss

Strategie / Websites

Martin Gebhardt

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Seit Jahren ist WordPress als Website-Baukasten in aller Munde. Doch es muss nicht immer WordPress sein und es gibt entscheidende Vorteile durch eine individuelle Website-Programmierung.

Die Vorteile von WordPress

WordPress hat den Vorteil, dass es mit etwas Geschick durch Jedermann bedienbar ist. Eine Einführung beim Kunden und schon weiß dieser was der Unterschied zwischen Beiträgen und Seiten ist. Inhalte können schnell und einfach erstellt werden ohne den Umweg durch einen Administrator. Weiterhin gibt es unzählige Themes (Designs) für WordPress, bei dem für jeden etwas dabei ist, egal ob Steuerberater, Arzt oder Architekt. Im Theme ist oft eine Art Editor enthalten, in welchem man seine Websiteelemente per Drag and Drop einfach zusammenbauen kann. Das klingt alles gut, doch hat auch WordPress einige Nachteile.

WordPress hat Nachteile in der Suchmaschinenoptimierung

Besonders stark wird man die Nachteile als Inhaber einer WordPress-Website bemerken, wenn man seine Website für Suchmaschinen optimieren möchte. Vor allem wenn sich auf einmal herausstellt, dass das vorher ausgesuchte Theme technisch schlecht umgesetzt ist. Zwar kostet ein solches Theme nur 20 bis 60 Dollar, doch hat der Preis oft auch seine Tücken. Besonders heikel wird es mit dem Editor, bei dem man mit wenigen Mausklicks alles zusammenbauen kann wie man möchte.

Das Theme

Das gekaufte Theme ist oft nicht suchmaschinenoptimiert, auch wenn die Verkäufer dies so in der Beschreibung des Themes behaupten. Immerhin ist dies ein starkes Verkaufsargument, aber oft stimmt es eben nicht. Die Basics der Suchmaschinenoptimierung sind oft nur mangelhaft durchgeführt. Als Ergebnis bleiben diese Basics unbearbeitet und Google kann die Website schlecht auf ihr Thema einschätzen.

Hinzu kommt, dass das Theme oft überladen ist. Das merkt man daran, dass mehr als zehn externe Javascript-Bibliotheken und CSS-Dateien geladen werden. Die Auswirkungen dieser Überladung sind oft katastrophale Ladezeiten. Solch ein Theme zu optimieren kostet unheimlich viel Zeit, beziehungsweise ist es gar nicht möglich. Eine Empfehlung kann dann sein: Sie müssen Ihre Website abspecken oder eine ganz neue aufsetzen. In Zeiten, in denen die Ladegeschwindigkeit einer Website ein großer SEO-Faktor ist, darf dies nicht vernachlässigt werden.

Hier ein Beispiel eines echten Themes, das man für WordPress kaufen kann. Solche Ergebnisse nach einer Analyse sind mehr als schlecht:

  • Es werden 19 externe CSS Dateien geladen.
  • Es wurden 16 Inline JavaScript Bereiche im HTML Dokument gefunden.
  • Es werden 40 externe JavaScript Dateien geladen.
  • 27 CSS und JS Files sind nicht minimiert!

Die HTML Fehler im Quelltext, die solche Themes mit sich bringen, darf man auch nicht vernachlässigen. Ein sauberer Code ist das A und O einer qualitativen Website. Auch wenn der Nutzer diese Fehler oft nicht bmerkt, so sieht sie der Googlebot aber garantiert und lässt sie mit ins Ranking einfließen. Hinzu kommt, dass die Code / Text-Rate oft unter 25% liegt, was auch schlecht ist für das Ranking der Website. Durch viele aufwendige CSS- und Javascript-Elemente ist die Codegröße oft insgesamt viel zu hoch. Die Text-Rate sollte immer über 25 % liegen.

Der Editor

Die Editoren, mit denen der Websiteinhaber per Drag und Drop die Elemente zusammensetzen kann, sind oft mangelhaft in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung. So kann man oft bei vorgefertigten Elementen keine alt- und title-Attribute für Bilder oder Links setzen. Weiterhin bremst solch ein Editor die Websitegeschwindigkeit im Backend oft stark aus, so dass ein flüssiges Arbeiten nicht möglich ist.

WordPress doch nicht optimal?

Der Initialaufwand bei WordPress ist oft gering und einfach. Doch langfristig betrachtet und aus dem Blickpunkt der Suchmaschinenoptimierung fällt dann nach und nach oft mehr Aufwand an als einem lieb ist. Daher sollte bei der Planung einer Website immer in Betracht gezogen werden, dass Alternativen, wie eine individuelle Programmierung, auch gute Lösungen sein können.

Ich möchte hier ein Beispiel nennen und eine Website für das Zielgruppenmarketing für Zahnärzte dafür heranziehen.

Was waren die Hauptansprüche an die Website:

  • zu 98% nur Informationen auf der Website
  • ohne große CSS- und Javascript-Spielereien
  • nur sehr wenige Funktionen, wie Kontaktformular
  • hohe individuelle Anpassbarkeit der Websiteoptimierung (SEO)
  • offen für die Weiterentwicklung, z.B. mehr Funktionen

Dass hier kein WordPress als System genommen wurde, ist sicher verständlich. So wurde die Website in einer Eigenprogrammierung umgesetzt. Als Ergebnis ist die Website fast zu 100% SEO-optimiert (da alles einstellbar ist und keine vorgefertigten Strukturen ausbremsen), hat ein sehr guten Pagespeed-Score (Mobile sowie Desktop) und ist hochgradig anpassbar. Das perfekte Fundament auch für eine Weiterentwicklung.

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